Um 10 Uhr Übernahme des Mietwagens in Havanna. Auf geht es zur ersten Etappe, Richtung Westen nach Viñales, wo der legendäre Tabak zwischen eigenartigen Felskegeln – den Mogotes - wächst. In Pinar del Río treffen zwei Gebirgszüge zusammen, die wildromantische Sierra del Rosario und die rauere Sierra de los Organos. Unterirdische Flüsse schufen in den Bergen ein großartiges Höhlensystem.
Besuchen Sie unterwegs die Gemeinde Las Terrazas in der Sierra del Rosario, einem UNESCO-Biosphärenreservat. Las Terrazas ist eine der bekanntesten Kommunen der Region. Die 900 Einwohner leben vor allem von Holzwirtschaft und Ökotourismus. Die Landschaft ist abwechslungsreich. Durch die Wälder der dicht bewachsenen Sierra fließt der San Juan mit seinen kleinen Wasserfällen, am Weg stoßen Sie auf kleine Seen, Ruinen von Kaffeeplantagen aus dem 19. Jahrhundert und schwefelhaltige Quellen. Der Orchideengarten von Soroa, der dem Ort den Beinamen „Regenbogen Kubas“ einbrachte, wird Sie ebenfalls begeistern.
Unterkunft und Abendessen in Viñales im Hotel La Ermita oder Los Jazmines.
Tag 2: Viñales
Nach dem Frühstück können Sie die wunderschöne Umgebung erkunden. Die schroffen Felskegel der Mogotes, Kubas älteste geologische Formationen, erinnern an Hügel auf einer asiatischen Tuschezeichnung. Besichtigen Sie eine der zahlreichen Tabakplantagen, auf denen der legendäre grün-silbrig schimmernde Tabak wächst, der die Region berühmt gemacht hat.
Im Ort Viñales fallen vor allem die niedrigen Holzhäuser mit ihren Veranden ins Auge. Rund um den Ort gibt es eine Reihe von Ausflugszielen wie das Tal der zwei Schwestern oder an der Nordküste die Insel Cayo Levisa, mit sehr guten Wassersport- und Tauchmöglichkeiten. Ein weiteres Ausflugsziel ist die Höhle Cueva del Indio, eine Indianerhöhle, die zu einem unterirdischen Fluss führt. Unterkunft und Abendessen im Hotel La Ermita oder Los Jazmines.
Tag 3: Viñales - Zapata - Cinfuegos (443km)
Nach
dem Frühstück brechen
Sie zur Península
de Zapata auf. Dort
erwartet Sie ein von Krokodilen
und Flamingos
bewohntes weitläufiges
Sumpfgebiet, das zum Nationalpark
erklärt wurde. Außerdem finden Sie hier über 900 Blumenarten, mehr als 170 Vogelarten sowie verschiedenste Reptilien und geschützte Säugetiere. Vogelliebhaber kommen vor allem zwischen Oktober und April auf ihre Kosten: Dann machen zahlreiche Wasservögel hier Station.
Einen Zwischenstopp wert ist natürlich die Bahia de los Cochinos, die berühmte Schweinebucht. Übernachtung in Cienfuegos im Hotel La Unión.
Tag 4: Cienfuegos - Trinidad (81km)
Entdecken Sie am Vormittag Cienfuegos. Die Stadt an der Jagua-Bucht liegt zwischen mehreren Flussmündungen an einem natürlichen Hafen. Mit seinem französischen Flair zählt Cienfuegos zu den hübschesten und lebhaftesten Städten der Insel. Im weitgehend restaurierten kolonialen Zentrum warten viele Sehenswürdigkeiten.
Das Castillo de Jagua am Südrand der Bucht entstand im 18. Jahrhundert, um den Ort vor Piratenangriffen zu schützen. Schauen Sie sich die intakte Zugbrücke und den Burggraben an und lauschen Sie der Legende von der Dame in Blau. Den Parque Martí, den Hauptplatz aus dem 19. Jahrhundert mit Musikpavillon, Triumphbogen und einer Statue von José Martí, flankieren stattliche Belle-Epoque-Gebäude. Darunter auch das Teatro Tomás Terry im italienischen Stil und innen mit einem riesigen Fresko geschmückt. Die Keramikmasken der drei Grazien auf den Giebeldreiecken der Fassade stammen aus Venedig. Der Eingang des Monumentalfriedhofs Cementerio Monumental Tomás de Acea ist eine Replik des Pantheons in Athen. Wie ein Garten ist der Friedhof mit Pfaden und Obstbäumen angelegt. Der Palacio de Valle zählt mit gotischen, venezianischen und neomaurischen Verzierungen zu den architektonischen Schmuckstücken Cienfuegos. Seine drei verschiedenen Türme symbolisieren Macht, Religion und Liebe.
Anschließend fahren Sie weiter nach Trinidad. Auf einem Hügel gelegen, bietet Trinidad einen schönen Blick aufs Meer und die umgebenden Berge. 1514 gründete Diego Velázquez die Stadt als dritte Siedlung auf Kuba, mittlerweile zählt Trinidad zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Altstadt zeigt neben der Altstadt von Havanna das größte zusammenhängende Ensemble kolonialer Bauwerke auf Kuba. Berühmt sind auch die hohen Fenster mit ihren fantasievollen Eisengittern. Entdecken Sie den Palacio Brunet, einen der schönsten Paläste der Stadt, in dem heute das Museo Romántico ist. Die Räume des Museums zeigen alle auf die Hofarkade mit ihrer eleganten Balustrade. Neben Böden aus Carrara-Marmor, Kassettendecken, Möbeln aus Edelhölzern sind Buntglasfenster und handbemalte Tonkacheln zu bestaunen. Im Palacio Cantero ist heute das Museo Histórico Municipal, das die Geschichte der Stadt und der Region erzählt. Der Palast ist eines der prachtvollsten Wohnhäuser der Stadt. Vom Turm aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Altstadt. Die Casa Sánchez Iznaga befindet sich direkt an der Plaza Mayor, um die sich die Stadtpaläste der reichsten Familien Trinidads gruppieren. Die blaue Casa, ehemals Heim eines reichen Zuckerbarons, ist heute das Museo de Arquitectura Trinitaria. Durch maßstabgetreue Modelle und Landkarten bekommen Sie einen guten Einblick in die Baukunst Trinidads.
Zahlreiche kleine Restaurants, Mesones und Paladares servieren landestypische Speisen. Und wer das kubansiche Nachtleben liebt, findet etliche Bars und Diskotheken mit Live-Musik. Abendessen und Unterkunft in der Finca María Dolores oder im Hotel Las Cuevas.
Tag 5: Trinidad - Sancti Spirítus - Camagüey (184km)
Nach dem Frühstück geht es weiter nach Sancti Spíritus. Die Stadt liegt inmitten einer fruchtbaren Landschaft. Auch diese Stadt gründete Diego Velázquez, ursprünglich allerdings 1514 am Flussbett des Tuinucú, acht Jahre später wurde sie an ihre jetzige Stelle am Fluss Yayabo verlegt. Die kürzlich restaurierte Innenstadt lässt sich leicht in ein paar Stunden zu Fuß erlaufen.
Der schönste Weg ins Zentrum führt von Süden aus über die hübsche alte Yayabo-Brücke, vorbei an typischen kolonialen Häusern mit ihren schmiedeeisernen Balkonen. Die 1825 erbaute Brücke mit den großen Terrakottabögen steht heute unter Denkmalschutz. Der Legende nach mischten die Arbeiter beim Bau der Brücke Ziegenmilch in den Zement, um sie stabiler zu machen. Als einziger Zugang von Trinidad nach Sancti Spíritus ist die Yayabo-Brücke ein wichtiger Teil des Straßennetzes. Das Tagesziel ist Camagüey.
Auch dieser Ort entstand ursprünglich an der Nordküste und wurde später zum Schutz vor Piratenangriffen und Indianeraufständen ins Landesinnere verlegt. Die charakteristischen verwinkelten Straßen von Camagüey sollten ebenfalls Plünderungen erschweren. Wahrzeichen der Stadt sind die Tinajones, bis zu zwei Meter hohe Tonkrüge, die Sie überall in Gärten, Parks und den Höfen der Kolonialhäuser finden. Besichtigen Sie die Iglesia de la Merced, die ein Erdbeben zerstörte und die ab 1748 neu aufgebaut wurde. Hinter der barocken Fassade finden sich jugendstilartige Wandmalereien. Berühmtestes Kunstwerk der Kirche ist das Heilige Grab mit Christusbild, das sich aus 23 000 Silbermünzen zusammensetzt.
Das Teatro Principal, das 1850 eröffnete und 1926 nach einem Brand wieder aufgebaut wurde, beherbergt das berühmte Ballett von Camagüey, eines der führenden Tanzensembles in Lateinamerika. Sie übernachten im Gran Hotel de Camagüey.
Tag 6: Camagüey - Holguín (190km)
Holguín ist Ihr heutiges Ziel, das Sie gegen Mittag erreichen. Hier im Osten Kubas werden viele kulturelle und musikalische Traditionen gepflegt. So feiert die Stadt jedes Jahr im Mai das spanische Fest Romerias del Mayo. Allein schon wegen der hübschen Plätze lohnt der Besuch Holguíns.
Die Stadt entstand aus einer Viehfarm, die Capitano García Holguín 1525 gründete. Heute ist sie die viertgrößte Stadt Kubas. Auf dem weitläufigen Hauptplatz Plaza Calixto García, auf dem rosafarbener und grüner Marmor dominiert, erinnert eine Reiterstatue an den Stadtvater. Rund um diesen Platz befinden sich das Museo Provincial de Historia, die Casa de la Trova, Ort diverser Musikveranstaltungen, sowie die Kunstgalerie Centro Provincial de Artes Plásticas.
Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die Plaza Julio Grave de Peralta, die Catedral de San Isidro, die Plaza San José mit der Iglesia San José sowie die Fábrica de Órganos, Kubas einzige Drehorgelfabrik, und die Plaza de la Revolución in der Nähe des Baseballstadions. Übernachtung im Hotel Villa El Bosque.
Tag 7: Holguín - Havanna
Nach dem Frühstück können Sie noch wenig durch die Stadt schlendern, bevor Sie den Mietwagen abgeben und nach Havanna zurückfliegen. In Havanna bringt Sie ein Transfer zum internationalen Flughafen oder in Ihr Stadthotel.
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